Werkzeugverwaltung

Mit dem 3S ERP-Modul Werkzeugverwaltung (Werkzeugmanagement), welches zu den Modulen der Betriebsmittelverwaltung des Systems gehört, verwalten Sie Ihre Werkzeuge als zusätzliche Stammdaten und erhalten damit eine aktuelle Dokumentation über Werkzeugdaten, Wartungsstand und die Einsatzbereitschaft Ihrer Werkzeuge. Durch das Werkzeug-Datenmanagement verbessern Sie die Werkzeugorganisation in vielen Bereichen und Sie erhalten jederzeit konkrete Aussagen über die Werkzeugverfügbarkeit. 

In der Werkzeughistorie sehen Sie, von der Planung über die Einführung des Werkzeugs wie in einem Lebenslauf, wann das Werkzeug wie lang im Einsatz war. Sie können überwachen, welche Werkzeuge häufig defekt sind und die Reparatur- bzw. Wartungszeiten und deren Intervalle planen. 

Ihren Mitarbeitern wird auf Knopfdruck angezeigt, wo sich ein Werkzeug befindet und in welchem Zustand es ist. Muss es gewartet werden, ist es bereits in der Werkstatt oder einsatzbereit im Lager? Durch die übersichtliche und komplette ERP-Integration erkennen Sie erforderliche Arbeiten an Ihren Werkzeugen schon, wenn die Produktion geplant wird und nicht erst beim Rüsten, wenn alles zu spät ist. Durch diese Integration zeigt Ihnen das Werkzeugverwaltungssystem dann auch gleich die Lieferanten, benötigte Betriebsmittel (z. B. Kühlschmierstoffe) oder einfach nur den Bestand an Verschleißteilen des Werkzeugs an.

Programmverwaltung 

Unser ERP verwaltet auch Programme, welche mit Werkzeugen oder Maschinen verknüpft sind. Hierzu können Sie – ein DNC-Netzwerk vorausgesetzt – jederzeit sehr effizient Daten übertragen. So ermöglichen wir CNC-Maschinen über DNC (Distributed Numerical Control) den Austausch mit der Werkzeugverwaltung. Die CNC-Programme verwalten Sie über DNC und die zugehörigen CNC-Programme werden aus dem ERP-System zu den Maschinen oder Werkzeugen übertragen. Bei Bedarf können Sie diese auch direkt aus der Datenbank an ein Simulations-Tool wie Vericut senden. Durch diese durch die gemeinsame Verwaltung solcher Daten in einer Softwarelösung erhöhen wir die Transparenz und damit Ihre Produktivität.

Software, Zeichnungen und andere Outputs aus CAD- und CAM-Technologien können auf diese Weise zu den Maschinen oder Werkzeugen übertragen werden. Da alle CNC-/CAM-Programme in der 3S-Galerie einem Änderungsindex-Dienst unterliegen, werden nicht nur die Werkzeugdaten, sondern auch die CNC-Programme, dem Index zugeordnet, im ERP-System gespeichert. Von dort können sie zur Fertigung z. B. während des Rüsten-Arbeitsganges übertragen werden. 

Werkzeugstücklisten

Komplettwerkzeuge, welche aus mehreren Einzelwerkzeugen oder einzelnen unabhängigen Komponenten aufgebaut sind, aber auch große, komplexe Werkzeuge können genau wie Fertigprodukte aus einer Werkzeugstückliste bestehen. Hierdurch weiß der Werkzeugbau jederzeit um den Aufbau eines Werkzeugs und kann Verfügbarkeiten z. B. von Werkzeugverschleißteilen zentral mit disponieren ohne weitere aufwendige Schnittstellen implementieren zu müssen.

Ersatzteilstücklisten  

Innerhalb der Werkzeugstückliste des Toolmanagements können Teile als Werkzeug-Ersatzteil gekennzeichnet werden. So können schnell die Teile disponiert werden, welche durch Abnutzung oder Alterung periodisch gewartet oder ausgetauscht werden müssen. 

Lagerverwaltung 

Werkzeuge können in einem Werkzeuglager oder in Werkzeugschränken, in automatischen Betriebsmittel-Schränken und in anderen Lagersystemen gelagert werden. Hier kann der Entleiher z. B. mit seiner Chip-Karte das entsprechende Werkzeug erfassen und ein- oder auch auslagern. Die Buchung auf dem Lagerort erfolgt dann automatisch und kann später jederzeit nachverfolgt werden. Jedes Lager der Betriebsmittelverwaltung unterliegt dem Datenmanagement und damit auch den Berechtigungsstufen der kompletten ERP-Software. Der Zugriff und die Berechtigungen wird über die ohnehin schon im ERP angelegten Mitarbeiter gesteuert. Es gibt keinen Unterschied und keine Schnittstellen zwischen den Mitarbeitern der Werkzeugverwaltung und denen des ERP-Systems. Es ist alles bereits in integriert derselben Datenbank.

Werkzeugverwendung

Für jedes Werkzeug aus der Werkzeugverwaltung erfahren Sie, welche Teile bisher damit gefertigt wurden. Wenn es sich zum Beispiel um ein Stanz- oder Spritzgusswerkzeug handelt, erkennen Sie zusätzlich, wie viele Hübe oder Schüsse mit diesem Werkzeug insgesamt gemacht wurden sowie die Anzahl der Arbeitsgänge nach der letzten Wartung. Wenn ein Werkzeug nach einer bestimmten Anzahl von Arbeiten gewartet werden muss, können wir bereits bei der Planung der Produktionsaufträge (LINK) erkennen, dass eine Wartung ansteht, und vermeiden damit, während der Produktion einen Werkzeugwechsel vornehmen zu müssen.

Nach oder während der Fertigung können Anwenderberichte oder Kommentare zu den Werkzeugen im Toolmanagement erfasst werden. Zusätzlich zu diesen Informationen erfahren Sie, in welchen Stücklisten und Arbeitsgängen und auf welchen Maschinen das Werkzeug verwendet wird. 

Kommunikation der Werkzeugverwaltung mit dem ERP 

Ein laufender Fertigungsauftrag kann entweder über MDE-Schnittstellen oder auch über manuelle BDE-Buchungen in gewissen Abständen Teile als „fertig“ melden. Diese Daten aus BDE bzw. MDE erhöhen automatisch auch den Zähler für das entsprechende Tool. Daher wissen Sie mit unserer Werkzeugverwaltung jederzeit um den Stand Ihrer Werkzeuge. 

Auswertungen 

Folgende Auswertungen sind mit der Werkzeugverwaltung und anderen 3S Anwendungen möglich:

  • Werkzeugliste mit Informationen
  • Werkzeughistorie mit Daten und Einstellungen des Werkzeugs und über jeden Einsatz (Werkzeugausgaben, Werkzeugrückgaben, Werkzeugwartung/-reparatur)
  • Lagerliste, auf der erkennbar ist, wo jedes Werkzeug im Lagersystem gelagert ist
  • Stücklisten mit der Zuordnung der verwendeten Werkzeuge
  • Welche Teile werden mit einem Werkzeug gefertigt (Teileverwendung)

 
Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann freuen wir uns sehr über einen Kontakt.  

 
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Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier:

In unserem 3S-WIKI: https://manual.3s-erp.de/wiki/Werkzeuge